Voice from the Stone – Rezension von Dennis T.

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VÖ-Termin: ab 30.Juni.2017 Blu-ray, DVD und Blu-ray sowie als Video on Demand

Toskana in den 1950er Jahren. Die junge Krankenschwester Verena soll sich um den schwierigen Fall eines Jungen kümmern: Der kleine Jacob hat vor fast einem Jahr seine Mutter verloren und seither kein Wort mehr gesprochen. Weil seinem Vater Klaus, der auf einem prächtigen Anwesen lebt, das Schweigen des Sohnes zunehmend beunruhigt, holt er sich Verena zu Hilfe. Die junge Frau versucht in die Hintergründe von Jakobs Trauma einzutauchen und entwickelt dabei eine zunehmende Zuneigung zu Vater und Sohn. Sie findet heraus, dass der Junge allem Anschein nach unter dem Bann einer bösartigen Kraft steht, die in den Wänden des steinernen Hauses steckt und auch sie bald gefangen hält…

„Voice from the Stone“ möchte ein mysteriöserer Thriller sein. Dieser ist aber sehr überschaubar, wie die letzten Werke vom Regisseur „Eric D. Howell“. Es mangelt den Film einfach an vielen. Irgendwie kommt es mir auch so vor, wenn der Drehbuchautor „Silvio Raffo“ teilweise sich an der Grundidee von „Ein ganzes halbes Jahr“ bedient hatte.

Die wenigen guten Aspekte sind auf jeden Fall die sehr tollen Settings in diesem alten Gemäuer. Diese werden sehr schön präsentiert und dargestellt. Die schauspielerischen Leistungen sind soweit nur solide. Die einzige in diesen Kreis die noch besticht, ist „Emilia Clarke“ als Krankenschwester Verena. Und sonst könnte ich noch die ruhigen Kamerafahrten und den Schnitt erwähnen.

Das negative überwiegt einfach den Film. Dieser baut einfach keine Spannung auf als sogenannter Thriller. Das Ende oder eher der Verlauf ist vorausschaubar. Das Tempo ist so zäh, dass man denkt der Film läuft über 2 Stunden. Und man bedenke die Laufzeit von 91 Minuten! Bei der Regie, den Drehbuch und beim Screenplay hätte man einfach viel mehr rausholen können! Somit ist der Film eher in die Sparte ARD/ZDF Produktionen zu kategorisieren. Und eher was für Fans von Emilia Clarke oder Liebhaber des sehr ruhigen Films.

Zu der technischen Seite der Blu-Ray: Es gibt einen deutschen Ton in dts HD 5.1 MA/Englisch dts HD 5.1 MA. Dieser ist sehr gut umgesetzt und klar in der Aussprache. Das Bild ist im hellen und auch dunklen Bereich gestochen scharf. Das Bildseitenformat ist 2.39:1. Das Bonusmaterial ist mit Interviews, Trailer, Trailershow eher rar gesät.

Fazit: Im Ganzen hätte der Film „Voice from the Stone“ gute Ansätze für einen sehr guten Thriller. Aber leider wurde es für den Zuschauer nicht ideal umgesetzt. Da reicht auch eine Schauspielerin wie Emilia Clarke nicht.

Bewertung: 3,5/10

Mit freundlicher Unterstützung von Ascot Elite

Originaltitel: Voice from the Stone

Genre:  Drama, Mystery, Thriller

Produktion: USA 2016

Altersfreigabe: ab 12 Jahren – FSK

Laufzeit: BLU-RAY 91 MIN

Regie: Eric D. Howell Schauspieler: Emilia Clarke, Marton Csokas, Caterina Murino

All Eyez on Me – Rezension von Stefan K.

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VÖ-Termin: ab 15.Juni.2017 nur im Kino

ALL EYEZ ON ME erzählt die Geschichte von Tupac Shakur (Demetrius Shipp Jr.) und seinem Leben voller Ruhm, Glück, Konflikten und Gewalt. Aufgewachsen in den Straßen New Yorks und hineingeworfen in eine Welt aus Ungerechtigkeit und Willkür, beobachtet er, wie seine Community an Drogen zerbricht und von einer brutalen Polizeimacht unterdrückt wird. Schon früh experimentiert er mit Rap, um seiner Realität als junger schwarzer Mann eine Stimme zu geben. Sein Erfolg und plötzliche Berühmtheit werden aber gleichzeitig auch sein Untergang sein: Immer wieder gerät er mit dem Gesetz in Konflikt. 1995 muss er erneut ins Gefängnis. Als er nach seiner Entlassung zu Death Row Records geht und das Doppelalbum „All Eyez on me“ veröffentlicht, wird 2Pac zu einem der beliebtesten Rapper auf dem Planeten. Am 7. September 1996 wird er in Las Vegas auf offener Straße angeschossen. Sechs Tage später stirbt er mit nur 25 Jahren.

Tupac Shakur wird oftmals mit den Worten „Künstler“, „Poet“ und „Revolutionär“ bezeichnet. Mit „All Eyez on Me“ haben wir nun das Biopic über sein Leben, benannt nach einem Album von Tupac. Ich möchte direkt vorwegnehmen: Wer Interesse an Tupac aka 2Pac, sein Leben und seinen Werdegang hat, wird definitiv seine Freude mit dem Film haben. Abseits von Problemen die ich persönlich mit dem Film habe, hat der Film auch objektiv betrachtet klare Schwächen. Aber wer gerade keine Lust hat sich vieles zusammen zu recherchieren. Sondern Vieles über Tupac und das Leben von Ihm und seinem Umfeld in Biopic-Form erfahren will, sollte sich „All Eyez on Me“ anschauen.

Das Stärkste an dem Film ist die Leistung der Schauspieler. Man hat mit Demetrius Shipp Jr. nicht nur Jemanden gefunden der fast genauso aussieht wie Tupac, sondern auch Jemanden der das Ganze auch mit Mimik und Gestik glaubhaft herübergebracht hat. Klar, seine Performance ist nicht immer perfekt, bei manchen Szenen fehlt es Ihm an, nun ja… „Professionalität“. Für seine erste Hauptrolle ist es definitiv zufriedenstellend! Doch der absolute Showstealer war meiner Meinung nach Danai Gurira. Schon in der Zombie-Serie „The Walking Dead“ als Michonne zeigt sie, dass Sie was draufhat. Hier spielt sie eine gebrochene Mutterfigur, welche immer mehr durch den Drogenkonsum zu Grunde geht. Doch immer Liebe für ihren Sohn empfindet, stets besorgt ist und immer nur das Beste für Ihn will. Sie hat eine großartige Performance abgelegt und ich freue mich auf ihre Rolle im kommenden Marvel-Film „Black Panther“. An den anderen Darstellern habe ich ebenfalls nichts auszusetzen, Cast definitiv ordentlich!

Sehr stimmig und toll anzuhören ist der Soundtrack. Privat höre ich eher selten Hip-Hop/Rap – aber die Tracks sind einfach sehr unterhaltsam und man möchte im Kinosaal am Liebsten mitwippen! Einige Tracks werden sogar komplett ausgespielt und für Fans von Tupac und seiner Musik ist das wirklich eine schöne Sache.

Doch jetzt wird es schwierig, denn hier werden sich die Meinungen spalten. Der Film geht nicht vor wie zum Beispiel bei „Rush“. Welcher einen wichtigen Punkt aus dem Leben von den Rennfahrern Niki Lauda und James Hunt thematisierte. Und dieses wirklich spannend in Spielfilmform umsetzte. Doch der Film „All Eyez on Me“ erzählt wirklich das komplette Leben von Tupac Shakur. Das fand ich für mich persönlich etwas störend. Weil dieses Biopic mit seinen 140 Minuten, sich auch teils in den Szenen wiederholt und somit für mich echt zog. Es ist natürlich schwierig das Leben eines Tupac Shakurs, der leider zu früh von uns gegangen ist, in einen Film zu pressen!

Fakt von mir: Ich hätte mir einfach in 10-15 Minuten den Wikipedia-Artikel durchlesen können und hätte das selbe Wissen gewusst. Das ist wie erwähnt mein persönliches Problem mit solchen Biopics. Wer ebenfalls dieses Problem hat, wird ganz bestimmt keine Freude mit „All Eyez on Me“ haben. Fans könnten ihren Spaß an diesem Biopic haben.
Aber was wirklich grausam an dem Film war: Das Editing! Das ist eventuell einer der schlechtesten editierten Filme aller Zeiten – ich habe mich echt gefragt wie der Cutter diesen Job bekommen hat. Einige Szenen werden nicht mal komplett ausgespielt. Kurz nachdem Beenden eines Satzes, wird direkt an einen komplett anderen Ort mit anderer Uhrzeit und im schlimmsten Fall mit anderen Charakteren geswitcht. Und das alles ohne Übergang! Einfach zuviele schreckliche Jumpcuts. Das fühlt sich sehr unsauber an und hat mich immens gestört.

Fazit: Wer sich für das gesamte Leben Tupac Shakurs, bis hin zum Aufstieg einer Rap-Legende interessiert. Sollte sich den Film ansehen. Wer jedoch mit solchen Biopics nichts anfangen kann, sollte einen großen Bogen um diesen Film machen. R.I.P Tupac Shakur – 13.09.1996

Bewertung: 4/10

Mit freundlicher Unterstützung von Constantin Film

Originaltitel: All Eyez on Me
Genre: Biopic, Musik, Drama
Produktion: USA 2017
Altersfreigabe: ab 12 Jahren – FSK
Laufzeit: 140min
Regie: Benny Boom
Schauspieler: Demetrius Shipp Jr., Danai Gurira

Guardians – Rezension von Dennis T.

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VÖ-Termin: ab 02.Juni.2017 Blu-ray SteelBook, als Amaray-DVD und Blu-ray sowie als Video on Demand

Moskau während des Kalten Krieges: Gerüchte um ein angebliches Superhelden-Programm des Erzfeindes USA kann und will die sowjetische Führung nicht auf sich sitzen lassen. Durch gezielte Manipulation ihrer DNS-Stränge werden Ler, Arsus, Han und Xenia zur eigenen übermenschlichen und schlagkräftigen Verteidigungstruppe umfunktioniert. Doch durch den Verfall der UdSSR und die Abkühlung des Kalten Krieges werden die GUARDIANS nicht mehr benötigt und müssen untertauchen – bis eines Tages mit Kuratow ein neuer, würdiger Gegner auf den Plan tritt: Mit einer gigantischen Cyborgarmee legt er Moskau in Schutt und Asche und ist kurz davor, das ganze Land zu unterwerfen. Das Militär ist machtlos, aber die GUARDIANS sind es nicht!

Die Low-Budget-Verfilmung „Guardians“ von Regisseur „Sarik Andreasyan“ die circa 5mio US-Dollar in der Produktion kostete. Möchte gerne laut Medien, die russische Antwort auf Marvel-Universe sein. Leider sehe ich diese eher als Hommage an die Superheldenverfilmungen oder eher in die Richtung Fanboy-Film. Es wurde teilweise einiges von Marvel, DC und sogar Star Wars zurecht geklaut.

Für so niedrige Kosten kann man die, doch ansehnlichen CGI-Effekte herauspicken. Leider ist der Film blutarm. Man möchte gerne somit ein jüngeres Publikum ansprechen. Storytechnisch ist es auch nichts Neues – Superhelden und ein Bösewicht, der die Welt erobern möchte. Die Actionsequenzen und die Settings sind für russische Verhältnisse recht ordentlich umgesetzt wurden. Genauso wie die schauspielerischen Parts sind nur solide. Aber so kommt man leider nicht an eine Blockbuster-Produktion aus den USA. Dazu kommen unpassende Dialoge, die manches Mal gegen die Marvel Filme schießen. Das Charakterdesign kann man aber dafür wieder loben, es wirkt schon passend. Nur der Bösewicht „August Kuratov“ sieht so wie eine Mischung aus Bane und einer von den Mutanten von Hills Have Eyes aus. Leider wird „Guardians“ zum Ende in der ganzen Laufzeit von 89 Minuten recht schnell zäh und zieht sich.

Aber im Ganzen von der Qualität, kommt der Film eher an als Hommage für die ganzen Superheldenfilme, wo doch sehr Herzblut drinsteckt. Das Bild und den Ton kann ich leider nicht bewerten. Mir wurde ein Streaming-Video zur Verfügung gestellt. Dieser war aber von der Qualität gut.

Fazit: Guardians ist ein kleiner Lichtblick für die russische Kinofilmproduktion. Vielleicht wird eine Schippe bei einer Fortsetzung raufgelegt. Man sollte dennoch den Film eine Chance geben.

Bewertung 5/10

Mit freundlicher Unterstützung von capelight Pictures

Originaltitel: Zashchitniki

Genre:  Action, Sci-Fi

Produktion: Russland 2017

Altersfreigabe: ab 12 Jahren – FSK

Laufzeit: DVD 85 MIN./BLU-RAY 89 MIN

Regie: SARIK ANDREASYAN

Die Mumie (2017) in 3D – Rezension von Stefan K

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VÖ-Termin: ab 08.Juni.2017 nur im Kino
YouTube-Review: https://www.youtube.com/watch?v=sYTln1xky2k

Im Reboot von Die Mumie wird der Navy Seal Tyler Colt (Tom Cruise) mit der Mission beauftragt, in einer Wüste im Irak eine Gruppe Terroristen ausfindig zu machen. Als er besagten Rebellen auf die Schliche kommt, finden Tyler und sein Team in einem Bunker jedoch nur noch ein paar Leichen vor. Mehr noch: Der Bunker stellt sich als jahrhundertealtes Grabmahl heraus, das alle, die es betreten, in seinen mystischen Bann zieht.
Der Einfluss der unterirdischen Anlage bewirkt, dass die Soldaten sich gegeneinander wenden. Tyler kann als einziger entkommen. Er findet einen eisernen schwarzen Sarkophag, in den ägyptische Symbole eingelassen sind. Bei dem Versuch, den antiken Sarg zu öffnen, geht ein uralter Fluch auf den Navy Seal über, der ihm Visionen der assyrischen Königin (Sofia Boutella) beschert, die niemand anderes ist als die Mumie.
Dieser Film ist nicht nur ein Reboot der Abenteuerfilm-Reihe „Die Mumie 1-3“. Sondern auch der Einstieg in das „Dark Universe“ von Universal Pictures, in der sie ihre Monsterfilm-Klassiker neu verfilmen und auch neu kombinieren wollen.
Zum Film kann ich sagen, es ist ein ordentlicher Abenteuer-Blockbuster geworden. Der Film ist wirklich sehr spaßig anzuschauen. Dazu ist dieser sehr actionlastig, aber wirkt auch teils hastig inszeniert. Es kommt aber den Pacing (Geschwindigkeit) zu Gute. Der Film hat eine Laufzeit von 107 Minuten und fühlt sich eher an wie ungefähr 85 Minuten, was eine tolle Leistung ist. Es geht ebenfalls in einigen Szenen ordentlich zur Sache. Für einen FSK12 Kinofilm versucht der Film wirklich an die Grenzen dieses Ratings zu gehen, was wirklich mutig ist, vor einigen Jahren hätte „die Mumie“ sicher noch ein R-Rating bekommen.
Ich muss ebenfalls noch anmerken, dass man sich nichts zu „Ernstes“ erhoffen sollte. Es gibt sehr viele humorvolle Szenen, aber auch einige bedrohliche Szenen. Diese wurden mit Gags abgemildert, aber nie auf eine nervige Art und Weise. Sondern mit einem gewissen Charme und gutem Schmunzelfaktor. Meiner Meinung nach hat dieses gut funktioniert und wenn man sich darauf dann auch einlässt, wird das bestimmt gut funktionieren. Zum Cast kann ich definitiv anmerken, dass „Tom Cruise“ hier wieder seinem Ruf als „moderner Action-Star“ gerecht wird. Er kann eben tolle Hauptcharaktere verkörpern. Und auch wenn er mehr oder weniger immer die gleiche Rolle verkörpert (cool oder badass). Macht es immer Spaß ihm zu zusehen. Doch leider ist dieses beim restlichen Cast nicht der Fall. Größtenteils eher unsympathisch, uncharismatisch. Der Charakter Chris Vail und zwar der von Jake Johnson (New Girl; Jurassic World) verkörpert wird, ist wirklich ein unnötiger Sidekick, den man so nicht gebraucht hätte. Man muss also definitiv anmerken, dass die anderen Charaktere ein Schwachpunkt in diesem Film sind. Ebenso gibt es hölzerne und auch sehr viele Exposition-Dialoge, um dieses neue Monster-Universum einzuleiten. Aber diese werden schnell langweilig und eintönig.

Zum 3D muss ich leider sagen: Es lohnt sich überhaupt nicht. Man spürt kaum etwas davon (nur Tiefeneffekte). Eine 2D-Sichtung wird das Seherlebnis nicht beeinträchtigen. Mein Tipp: Spart euch das Geld und versucht eine 2D-Vorstellung zu erwischen!

Fazit: Diesen Film kann ich Jedem empfehlen, der sich einfach zurücklehnen möchte. Der gerade keine Lust hat einen intellektuell fordernden Film zu sehen. Sondern sich einfach auf ein Actionfeuerwerk einlassen will. So funktioniert der Film und nicht anders. Probleme hin oder her. Ich war überrascht und finde es auch etwas schade, dass der Film zurzeit in Grund und Boden gestampft wird.

Bewertung: 6/10

Mit freundlicher Unterstützung von Universal Pictures International Germany

Originaltitel: The Mummy
Genre: Action-Abenteuer
Produktion: USA 2017
Altersfreigabe: ab 12 Jahren – FSK
Laufzeit: 110min
Regie: Alex Kurtzman
Schauspieler: Tom Cruise, Russel Crowe, Annabelle Wallis, Sofia Boutella, Jake Johnson