Lommbock (2017) – Rezension von Dennis T.

 

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VÖ-Termin: Ab 28.09.2017 auf DVD, Blu-ray und als VoD

15 Jahre sind vergangen, seitdem Stefan seiner Heimatstadt Würzburg den Rücken gekehrt hat, um Karriere als Anwalt zu machen. Nun steht er kurz davor, in Dubai eine Strandbar zu eröffnen und die taffe Geschäftsfrau Yasemin zu heiraten. Allerdings braucht er dafür noch seine Geburtsurkunde, die er in Deutschland abholen muss. Kein Ding. Kurz einfliegen und gleich wieder zurück. Denkt sich Stefan. Doch dann trifft er seinen alten Kumpel Kai wieder, mit dem er damals den Cannabis-/Pizza-Lieferservice „Lammbock“ betrieben hat. Kai lebt jetzt in einer Beziehung, inklusive pubertärem Stiefsohn, und schlägt sich mit dem alten Laden durch, dem er ein neues Konzept – Asia-Food statt Pizza Gourmet – verpasst hat. Ein letzter gemeinsamer Joint birgt ungeahnte Probleme und wird für die Freundschaft der beiden zur echten Herausforderung: Denn die Vergangenheit kickt mitunter zeitverzögert

Endlich kommen die beiden bekanntesten Cannabis Lieferanten aus „Lammbock“ zurück. Die lang ersehnte Fortsetzung einer der erfolgreichsten deutschen Komödien, die zu Recht mit dem Label „Kult“ versehen wurde und deren grandiose Sprüche und verschrobene Lebensweisheiten noch heute Bestand haben, ist somit als „Lommbock“ zurück!

Im zweiten Teil sind die bekannten Gesichter aus den ersten Teil schon etwas gealtert. Aber mit neuen Problemen bekommen die Hauptcharaktere Kai und Stefan es mit Gangstern, Kai’s Stiefsohn und der Polizei zu tun. Regisseur Christian Zübert der auch das Drehbuch geschrieben hat, bringt mit den Originalcast eine Menge Schwung ins deutsche Filmproduktion. Tolle Kamerafahrten, Schnitte und eine interessante Story können überzeugen. Dazu bekommt man einige witzige Szenen zu sehen. Viele Lacher sind somit garantiert. Wenn manchmal auch mehr der Fremdscham durchkommt, bleibt es eine coole Buddy-Komödie. Schauspielerisch konnten mich Moritz Bleibtreu als Kai, Lucas Gregorowicz als Stefan und Wilke Möhring Wotan als verwirrter Frank vollkommen überzeugen. Natürlich geht es in „Lommbock“ wieder um Drogen, aber auch um interessante Lebensthematiken. Nur das Pacing hätte manches Mal bisschen schneller sein können. Ansonsten ist es eine sehr gute Entwicklung für das deutsche Fernsehen!

Mir wurde für die Ansicht eine Blu-ray zur Verfügung gestellt. Diese verfügt über ein sehr gutes Bild. Der Ton war klar und deutlich. Trailer, Audiokommentare, Making Of, Special Online-Clip usw. befinden sich als Bonus auf der Blu-ray.

 

Fazit:

Sie sind zurück! Gealtert, aber immer noch witzig, absurd und haben schräge Sprüche auf dem Kasten.

 

Bewertung: 6,5 von 10 Punkten

Mit freundlicher Unterstuetzung von: Wild Bunch Germany

 

Originaltitel: Lommbock

Genre: Komödie

Produktion: Deutschland 2017

Altersfreigabe: ab 12 Jahren – FSK

Laufzeit: 106min

Regie: Christian Zübert

Schauspieler: Moritz Bleibtreu, Lucas Gregorowicz, Wotan Wilke Möhring, Antoine Monot Jr., Alexandra Neldel, Dar Salim, Marie von den Benken

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The Warriors Gate (2017) – Rezension von Dennis T.

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VÖ-Termin: Ab 29.09.2017 auf DVD, Blu-ray, 3D-Blu-ray und als VoD

Jack (Uriah Shelton) ist ein ganz normaler Teenager, der sich mehr für Videospiele als für die Realität interessiert, in der er von seinen fiesen Mitschülern gehänselt wird. Doch eines Tages wird das Spiel Wirklichkeit: Ohne Vorwarnung wird Jack durch ein magisches Portal ins alte China transportiert. Dort soll er die entführte Prinzessin aus den Fängen des Feindes (Dave Bautista) befreien. Das Problem: Er hat keinerlei Kampferfahrung. Daher bleibt ihm nur übrig, sich auf seine Videospielkenntnisse zu verlassen, die sich bei der Ausbildung zum Kung-Fu-Kämpfer als sehr hilfreich erweisen…

Ein Videospiel trifft auf fernöstliches und dieses wiederum auf eine moderne Welt! Kann diese Konstellation gut gehen? Jein – es hätte eine bessere Umsetzung verdient gehabt.

Erstmal kann man bei diesen Mix-Genre-Film „The Warriors Gate“ die Kampfchoreos und die Kulissen loben. Dann war es fast auch schon alles, was man bei diesen Streifen loben kann. Die Kostüme können sonst noch überzeugen. Ansonsten ist es ein jugendliches albernes Martial-Arts Gefecht. Der sich schon nach einer halben Stunde zieht, weil nichts Spannendes passiert. Schauspielerisch ist es halt keine Glanzleistung, wenn auch ein Bekannter Schauspieler wie Dave Bautista mitspielt. Zudem ist das CGI auch einfach nicht toll umgesetzt. Anfangs dachte man, es könnte sich ein toller Film entwickeln. Dann kam leider die Wende mittanzenden, jugendlichen Sprüchen und Kampfszenen. Und wenn man dazu noch überlegt, das „The Warriors Gate“ von Luc Besson produziert wurde. Kann ich leider nur sagen, da ging wohl einiges in die Hose, bei diesem angeblichen Fantasy-Action-Spektakel.

Mir wurde für die Ansicht eine DVD zur Verfügung gestellt. Diese verfügt über ein gutes Bild für dieses Medium. Der Ton war klar und deutlich. Ein Trailer und einige Interviews wurden als Bonus auf die DVD gepackt.

Fazit:  Leider ist es ein zu jugendlicher Martial Arts geworden, der einfach nur solide Kost bietet.

Bewertung: 4,5 von 10 Punkten

 

Mit freundlicher Unterstuetzung von: Universum Film

 

Originaltitel: The Warriors Gate

Genre: Abenteuer, Action

Produktion: China/Frankreich 2016

Altersfreigabe: ab 12 Jahren – FSK

Laufzeit: 101min

Regie: Matthias Hoehne

Schauspieler: Uriah Shelton, Dave Bautista, Ni Ni

Kidnap (2017) – Rezension von Dennis T.

 

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VÖ-Termin: Ab 21.09.2017 auf Blu-ray, DVD und als VoD

Eigentlich hatte Karla (Halle Berry) für sich und ihren Sohn Frankie (Sage Correa) einen schönen Tag auf dem Rummelplatz der Stadt geplant. Deshalb ist eine Entführung auch nicht das erste, woran die Mutter denkt, als ihr Kind beim Versteckspielen auf dem Jahrmarkt plötzlich verschwindet. Doch dann muss sie hilflos mitansehen, wie Frankie in ein fremdes Auto gezogen wird. Verzweifelt sucht sich Karla zunächst Hilfe auf dem Revier beim Deputy Sheriff (Dana Gourrier). Doch ihr wird schnell klar, dass die Polizei vorerst nichts unternehmen wird. Also macht sich die zu allem bereite Mutter selbst auf die Suche nach ihrem Kind und lässt sich dabei von nichts und niemandem aufhalten.

Das Schlimmste was den Eltern oder einen Elternteil passieren kann, ist wenn das eigene Kind verschwindet oder schlimmer gekidnappt wird! Diese Thematik wird in den neuen Thriller mit Halle Berry behandelt, wie der Titel des Films verrät. Lange hörte man nichts mehr von Halle Berry und soll dieser nun wieder Schwung in Ihre Karriere bringen?

Vieles dreht sich anfangs um die Beziehung um das Kind Frankie (Sage Correa) von Karla (Halle Berry). Man sieht als Zuschauer wie diese beiden eine starke familiäre Verbindung aufbauen. Bis dann die Entführung stattfindet wird es auch nicht langweilig, weil das Storytelling soweit interessant umgesetzt wurde. Dann gibt es mit einigen Verfolgungsjagden und Jumpcuts einiges für das Auge. Aber reicht dieses für einen grandiosen Thriller? Leider nein, weil der Film einige Logikfehler mit sich schleppt und sich einiges doch fast wiederholt in den Szenen. Schauspielerisch kann man nicht meckern, Halle Berry macht ihre Rolle als nicht aufgebende Mutter sehr gut. Aber Sie alleine kann leider den Film nicht mehr weiteres Potential geben. Es ist halt ein mittelmäßiger Streifen, den man sich einmal anschauen kann.

Mir wurde für die Ansicht eine DVD zur Verfügung gestellt. Diese verfügt über ein gutes Bild für dieses Medium. Der Ton war klar und deutlich. Ein Trailer wurde lediglich als Bonus auf die DVD gepackt.

Fazit: Ein solider Thriller mit einer sehr guten schauspielernden Halle Berry. Es wäre aber filmisch mehr drin gewesen.

Bewertung: 5,5 von 10 Punkten

Mit freundlicher Unterstuetzung von: Eurovideo

 

Originaltitel: Kidnap

Genre: Thriller

Produktion: USA 2015

Altersfreigabe: ab 16 Jahren – FSK

Laufzeit: 91min

Regie: Luis Prieto

Schauspieler: Halle Berry, Dana Gourrier, Lew Temple, Christopher Berry

Kingsman: The Golden Circle – Rezension von Stefan K.

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VÖ-Termin: 21.09.2017 im Kino

Der erste Teil „Kingsman: The Secret Service“ machte die Welt mit den Kingsman bekannt – einem unabhängigen, internationalen Geheimdienst, der auf höchstem Level von Diskretion operiert und dessen ultimatives Ziel ist, die Welt sicher zu halten. In „Kingsman: The Golden Circle“ müssen sich unsere Helden einer neuen Herausforderung stellen.
Als ihre Hauptquartiere zerstört und ihre Welt bedroht werden, führt sie ihre Reise zur Entdeckung einer verbündeten US-Spionageorganisation namens Statesman, die bis in die Tage der Gründung beider Organisationen zurückreicht. In einem neuen Abenteuer, das die Stärke und den Einfallsreichtum der Agenten bis zum Äußersten fordert, verbünden sich die beiden Elite Geheimorganisationen. Sie bekämpfen ihren rücksichtslosen, gemeinsamen Feind, um die Welt zu retten, was für Eggsy langsam zur Gewohnheit wird.

Von dem ersten Kingsman-Teil hielt ich nicht viel. Er war sicherlich ein ordentlicher und unterhaltsamer Actionfilm, doch er zog sich arg und generell ist der Funke bei mir nicht übergesprungen. Dennoch respektiere ich dass der Film viele Zuschauer für sich gewann und kann es irgendwo auch nachvollziehen. Dennoch freute ich mich sehr auf den zweiten Teil, da mir beide Trailer gefallen haben und der Cast absolut großartig ist.
Und ja, der Film war toll und meiner Meinung nach sogar besser als der erste Teil.

Direkt die Einstiegsszene stimmt einen auf den gesamten Film ein. Stylische Action, tolle Musik und verrückte Ideen. So habe ich es mir gewünscht und auch wenn die Action für meinen Geschmack etwas zu hastig geschnitten und gefilmt war, macht es unglaublich viel Spaß. Dann werden nach und nach die verschiedenen Charaktere eingeführt, jeder hat seinen eigenen, besonderen Charme und jeder wirkt sofort symphatisch… bis auf Juliane Moore als die Antagonistin. Man hat sie dies gut hinbekommen! Zum Einen hasst man sie wegen ihrem abscheulichen Charakter, doch andererseits feiert man es auch komplett, weil es stellenweise sehr grotesk wird, wie man nach ca. 20 Minuten sieht.
Der Plot wirkt auf dem ersten Blick etwas altbacken und eigentlich ist er es auch, doch er beinhaltet einen wirklich interessanten, sozialkritischen Kommentar im Bezug auf Drogen. Solch ein Thema in einem eigentlich, so möchte man meinen, stumpfen Blockbuster ist ziemlich ungewöhnlich, doch es hat funktioniert. Der Handlungsverlauf ist ansonsten in Ordnung, es kommt nie wirkliche Spannung auf, doch dies ist kein Problem, denn man wird durchgehend unterhalten und es geschehen einige wirklich urkomische Situationen. Leider muss ich darauf hinweisen, dass der Film mit seinen 140 Minuten minimal zu lang geht. Man hätte den Film um rund 10-20 Minuten kürzer machen können, so hätte er auch etwas runder gewirkt.
Der Humor in dem Film hat mir sehr gut gefallen. Stellenweise findet man extrem schwarzen, fiesen Humour und manchmal sehr einfacher Humor. Es ist gut durchgemixt und die Gags zünden beinahe alle, doch was wichtig ist zu erwähnen: Der Comedy-Anteil in dem Film ist deutlich geringer als noch im Vorgänger. Es gibt wirklich viele ernste und sogar sehr emotionale Momente, was ich nicht erwartete und was eventuell auch der Grund ist warum mir persönlich der Film hier besser gefällt als der erste Teil. Ich bin Fan von Filmen mit einer schönen, emotionalen Komponente.
Ansonsten gibt es nicht sonderlich viel zu meckern, der Soundtrack ist stimmig, die Sets sind extrem abwechslungsreich und die Cinematografie ist sehr stylisch. Es ist kein großartiger Film an den man sich in hundert Jahren groß erinnern wird, doch es ist ein guter Film und vor allem eine gute Fortsetzung. Fans vom ersten Teil sollten definitiv auf ihre Kosten kommen und auch die Nicht-Fans sollten einen Blick wagen.

Fazit: Unterhaltsame und stylische Fortsetzung, welche mit einer gekonnten Mischung aus Humor und Ernsthaftigkeit überzeugt, jedoch in seiner Laufzeit zwar etwas zu lang geht. Insgesamt empfehlenswert!

Bewertung: 7/10
PS: Elton John… der Hammer! 🙂

Mit freundlicher Unterstützung von 20th Century Fox!

 

Originaltitel: Kingsman: The Golden Circle

Genre: Action, Spionage, Thriller
Produktion: USA 2017
Altersfreigabe: FSK 16
Laufzeit: 140 Minuten
Regie: Matthew Vaughn
Schauspieler: Taron Egerton, Julianne Moore, Mark Strong, Halle Berry, Channing Tatum, Jeff Bridges, Pedro Pascal

mother! – Rezension von Stefan K.

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VÖ-Termin: 14.09.2017 im Kino

Von den Machern wird der Film als ein fesselnder Psycho-Thriller beschrieben, in dem es um Liebe, Hingabe und Aufopferung gehen wird. Auf der Liste der Besetzung stehen so namhafte Schauspieler wie Javier Bardem („Skyfall“, „No Country for Old Men“), Michelle Pfeiffer („Dangerous Minds – Wilde Gedanken“, „Schatten der Wahrheit“) und Ed Harris („Die Truman Show“, „Westworld“).

Diese Rezension ist verdammt schwierig für mich, bei so einem Film weiß man einfach gar nicht wo man einsteigen soll. Es ist ein verstörender, intensiver und fordernder Film, zu dem man absolut nichts zur Handlung sagen sollte, man sollte sich am Besten nicht mal Trailer zum Film anschauen. Der Regisseur Darren Aronofsky der schon Werke wie „Requiem for a Dream“, „Pi“ und „Black Swan“ rausgehauen hat, erzeilt mit diesem Film eine Wirkung, welche einem Schlag ins Gesicht ähnelt.
Manchmal passiert wenig. Manchmal passiert viel. Man muss immer dabei sein und man muss sich definitiv auf diesen Film einlassen, denn dann funktioniert er wahnsinnig gut. Der Film erzeugt eine unglaubliche Spannung und eine unglaubliche Charakternähe, sodass man als Zuschauer bei den Geschehnissen aggressiv werden kann, aber nie im negativem Sinne. Spätestens ab der zweiten Hälfte merkt man wie sehr der Film einen mitnimmt, und dafür verdient Arronofsky verdammt viel Respekt. Dazu kommt eine sehr schöne und dynamische Kamerarbeit von Matthew Libatique, und unglaublich gute und emotionale schauspielerische Leistungen von allen Charakteren.
Man sollte sich nicht unbedingt auf meine Wertung verlassen, denn es ist ein Film der die Gemüter spalten wird. Entweder man hasst diesen Film total, oder man liebt ihn (Ich würde mich defintiv zur zweiten Kategorie einordnen). Erhofft euch nicht dass ihr diesen Film auch feiert, aber er ist sein Kinogeld definitiv wert. Eine Kinoexperience, die man so schnell nicht vergisst. Was noch wichtig ist: Es ist nicht alles 100% logisch und glaubwürdig. Arronofsky geht es vielmehr darum Messages zu vermitteln, weswegen er dies riskiert. Mich hat es nicht gestört, viele wird es sauer auffallen.

Fazit: Eine unglaublich intensive und verstörende Kino-Experience. Kurz: Großartig!

Bewertung: 8/10

Mit freundlicher Unterstützung von Paramount Pictures

Originaltitel: mother!

Genre: Thriller, Drama

Produktion: USA 2017

Altersfreigabe: FSK 16

Laufzeit: 122 Minuten

Regie: Darren Arronofksy

Schauspieler: Jennifer Lawrence, Javier Bardem, Ed Harris

SIX– Rezension von Stefan K

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VÖ-Termin: Jetzt auf Blu-Ray und Amazon Prime erhältlich

Knallharte Action, fesselnd und realistisch – so erzählen die 8 Episoden von „SIX – DIE KOMPLETTE 1. STAFFEL“ die Geschichte von vier Seals aus einer US-Navy-Elite-Spezial-Eingreiftruppe, deren Freundschaft und Privatleben durch ihre einschneidenden Erlebnisse im Anti-Terror-Kampf immer wieder auf die Probe gestellt werden. Auf wahren Begebenheiten beruhend, gibt die Serie einen authentischen Einblick in das Leben amerikanischer Elite-Soldaten.
Trailer: https://youtu.be/8S9EB7VPWjk
Walton Goggins („The Hateful 8”) brilliert in der Hauptrolle u.a. neben Barry Sloane („Noah“), Juan Pablo Raba („Narcos“), Kyle Schmid („A History of Violence“) und Nadine Velazquez („Flight“). Auch hinter der Kamera waren für diese außergewöhnliche Serie große Namen Holllywoods am Werk: Während mit Harvey und Bob Weinstein legendäre Produzenten für die Serie verantwortlich zeichneten, sorgte zum Beispiel der Oscar®-nominierte William Broyles Jr. („Jarhead – Willkommen im Dreck“) für das Drehbuch. Inszeniert wurde die authentische Serie unter anderem von „Homeland“-Regisseurin Lesli Linka Glatter.
Die erste Staffel von „SIX“ ist eine wirklich gute Serie geworden. Man könnte denken diese Serie wäre eh nur eine sinnfreie, langweilige Militär-Actionserie wo geballert wird was das Zeug hält und in der Tat gibt es sehr viele Actionszenen, nahezu jede Folge hat mehrere solcher Szenen, doch es passt zur Grundstimmung der Serie, denn das Leben der Soldaten ist nunmal geprägt von Gewalt. Dabei spart die Serie nicht an brutalen Bildern und man sieht die ein oder andere sehr blutige Szene, was dem Ganzen noch die Glaubwürdigkeit verleiht.
Die Darsteller machen alle einen soliden Job, wobei Walton Goggins als „Rip“ den mit Abstand interessantesten Charakter der Serie darstellen, da dieser sich ebenfalls in einer extrem intensiven und beklemmenden Situation befindet. Die anderen Charaktere sind leider stereotyp, doch dies ist kein großer Minuspunkt, denn „Rip“ nimmt viel Zeit in der Serie ein, was auch gut so ist, denn seine Storyline war die Beste und Spannendste. Die Storyline von seinen ehemaligen Kameraden ist mal mehr und mal weniger interessant. Da kommt leider ein Schwachpunkt hinzu: Die Übergänge zwischen den Situationen haben leider nicht immer funktioniert. Sieht man einem Charakter ne ganze Zeit dabei zu wie er in den Fängen von Boko Haram um das Überleben von ihm selbst und das von mehreren Gefangenen kämpft, wird zu einem Anderen gewechselt, der gerade von seiner Impotenz erfährt. Wenn man dies in der Serie sieht, spürt man deutlich eine Unstimmigkeit, war etwas schade.
Doch ansonsten eine sehr unterhaltsame Serie. Die Produktion ist hochwertig und sowohl die Actionszenen als auch die Sets sehen sehr gut aus. Natürlich nicht das höchste Niveau von der Optik, doch alles in allem glaubwürdig. Ich würde diese Serie jedem empfehlen der sich für Kriegsgeschichten mit gebrochenen Charakteren interessiert. Mir wurden zur Ansicht 2 Blu-Rays zur Verfügung gestellt. Die Blu-Ray bietet ein sehr scharfes und schönes Bild und einen guten Sound, wobei mir aufgefallen ist dass die Actionszenen minimal zu laut sind, aber vielleicht liegt es an meinem Sound-Setup. Amazon Prime-Kunden können die Serie kostenlos streamen, alle Anderen können sie für 20€ auf DVD und Blu-Ray erwerben.
Fazit: Spannende und gut gemachte Kriegsserie, welche die nötige Härte und Glaubwürdigkeit besitzt, jedoch etwas an seinen Nebencharakteren schwächelt.

Bewertung: 7/10

Mit freundlicher Unterstützung von Concorde

Originaltitel: SIX

Genre: Serie: Krieg, Action, Drama

Produktion: USA 2017

Altersfreigabe: FSK 16

Laufzeit: 8 Folgen a 40 -45 min – Gesamt 343 min

Regie: Lesli Linka Glatter, Mikael Salomon, Alex Graves, Clark Johnson, Kimberly Peirce

Schauspieler: Walton Goggins, Barry Sloane, Kyle Schmid, Juan Pablo Raba, Edwin Hodge

VOLT– Rezension von Stefan K.

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VÖ-Termin: jetzt erhätlich!

In naher Zukunft existieren keine Staatsgrenzen mehr, alle territorialen Barrieren wurden aufgehoben und stattdessen kämpft nun die Unter- gegen die Oberschicht. Eine staatsübergreifende Exekutive soll für Ordnung sorgen und hält die Bewohner einer Transitzone in Schach. Doch während eines Aufstands kommt es zu einem folgenschweren Ereignis: Volt (Benno Führmann), Mitglied jener Polizeitruppe, tötet im Affekt den Flüchtling Hesham (Tony Harrisson Mpoudja). Doch ohne Zeugen bleibt das vorerst sein Geheimnis. Während der Vorfall für Spannungen in der Transitzone sorgt und die Polizei dafür heftig kritisiert wird, plagen Volt erdrückende Schuldgefühle. Trost findet er ausgerechnet bei Heshams Schwester LaBlanche (Ayo), die keine Ahnung von Volts dunklem Geheimnis hat. Immer mehr verstrickt sich der Polizist in seinen eigenen Lügen, wird sich selbst fremd, und lernt gleichzeitig durch LaBlanche die brutale Realität der Menschen in der Transitzone kennen. Eines Tages fasst er einen Entschluss und niemand kann ihn davon abhalten, diesen in die Tat umzusetzen…

Ich muss schon sagen dass ich etwas neugierig war. Die Story klang interessant, wenn auch nicht besonders innovativ und generell sah es nach einem netten kleinen, deutschen Film aus. Ich glaube ja noch dass deutsche Filme VIEL mehr können als Til Schweiger, Matthias Schweighöfer und co. uns zeigen.
Tatsächlich handelt es sich hierbei um einen netten kleinen deutschen Film. Kein Überflieger, aber meiner Meinung nach wird er den doch ziemlich negativen Reviews nicht gerecht. Es handelt sich defintiv um einen hochwertig produzierten Film. Der Look ist gut und die Schauspieler geben ihr Bestes. Die düstere Atmosphäre wird gut herübergebracht und auch wenn es zugegebenermaßen nie spannend wurde, wurde es auch nicht gänzlich langweilig.
Leider hat der Film ein gewaltiges Problem: Er ist viel zu kurz. Vieles passiert einfach plötzlich, so dass es dem Film an Glaubwürdigkeit fehlt. Alles wirkt total überhastet und es passieren Dinge die normalerweise ein ordentliches Set-Up gebraucht hätten. Das war schade und dass der Film mit seinen 80 Minuten eh sehr kurz ist, wünscht man sich doch etwas mehr Zeit für die Charaktere und glaubhafte Entwicklungen.
Trotzdem will ich den Film keinesfalls schlechtreden. Er war echt okay und er sprach viele interessante Themen an, wie Rassismus, Macht und Gewalt. Definitiv für Leute, die sich von der Handlung angesprochen fühlen, eine Empfehlung.

Fazit: Ein hochwertig produzierter und interessanter Film, der mit seiner Laufzeit jedoch viel zu kurz geraten ist! Dennoch anschaubar.

Bewertung: 6/10

Mit freundlicher Unterstützung von farbfilm home entertainment

Originaltitel: Volt

Genre: Drama, Thriller, Action

Produktion: D 2017

Altersfreigabe: FSK 16

Laufzeit: 80 Minuten

Regie: Tarek Ehlail

Schauspieler: Benno Fürmann, Joy Olsaunmibo Ogunmakin, Sascha Alexander Gersak

Guardians oft he Galaxy Vol.2 – Rezension von Groot

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VÖ-Termin: ab 07.09.2017 auf DVD, Blu-Ray, 3D Blu-Ray und UHD

Gerade noch haben die Guardians of the Galaxy, bestehend aus Peter Quill (Chris Pratt) alias Star-Lord, Gamora (Zoe Saldana), Drax (Dave Bautista), Rocket Racoon und Groot, noch die wertvollen Batterien des Volkes der Souvereign gegen eine Weltraumbestie verteidigt und als Gegenleistung die gefangene Nebula (Karen Gillan) überstellt bekommen, da haben sie die Souvereign selbst im Nacken, da Rocket einige Batterien der Souvereign gestohlen hat. Auf ihrer Flucht müssen sie auf einem Planeten notlanden, nachdem ihnen ein geheimnisvoller Fremder namens Ego (Kurt Russell) gegen die Souvereign-Flotte beigestanden hat. Der Retter behauptet Peters Vater zu sein. Während Rocket und Groot zurückbleiben um das im Kampf beschädigte Raumschiff zu reparieren und auf Nebula aufzupassen, folgen Gamora und Drax Peter bei seiner Reise zum Planeten Egos. Derweil setzen die Souvereign die Ravager-Crew um Yondu Udonta (Michael Rooker) auf die Guardians an, die noch eine Rechnung mit der Abenteurertruppe offen hat….

 

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Fangen wir mit der Kritik an……
ich bin Groot….i am Groot….Grooooot….Grooooooot!!

Meistens leiden Fortsetzungen darunter, dass diese den Erfolg oder die Qualität des Vorgängers nicht entsprechen. Aber nicht in dem Fall von „Guardians oft he Galaxy Vol.2“. Regisseur James Gunn haut sogar eine Schippe drauf. Spaciger, abgedrehter, höher, lauter!

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Was den ersten Teil mit absurden Charakteren,  Retrofeeling, skurrilen Umgebungen und viel Witz prägte, führt Regisseur James Gunn auch hier weiter fort. Aber er hat mit  Volume 2  dieses Universum der Guardians ungemein erweitert. Wichtige Fragen werden aufgelöst und man erfährt mehr über die Hauptcharaktere  -deswegen ist die Story so stimmig. Die Actionsequenzen, die Special Effects und die Animationen kann man nur mit ein Wort beschreiben: HAMMER! Hut ab an Disney, diese beweisen wieder mal, dass sie auf diesen Gebiet die Experten sind. Auch die 3D-Technik überzeugte mit Tiefeneffekt, aber auch mit herauskommenden Effekten.  Als Zuschauer bekommt man wie auch schon bei „Doctor Strange“,  ein Sahnestück an visuellen Effekten zu Gesicht. Nur der Soundtrack war dieses Mal nicht so toll, es wurden eher ruhige Tracks eingesetzt.

Aber was den Film schon beim ersten Mal prägte, sind diese skurrilen Charaktere. Das setzen die Schauspieler mit sehr viel gekonntem Schauspiel um. Wenn man mal überlegt, der ganze Film besteht aus sehr viel guten CGI. Ist es sehr harte Arbeit, Szenen wie zum Beispiel: wenn sich Baby Groot  in den Armen von Chris Pratt alias Star-Lord anschmiegt und der Musik lauscht. Sieht es einfach toll aus. Chris Pratt wieder mit flachen und witzigen Sprüchen. Aber man muss auch Zoe Saldana als Gamora; Dave Bautista als Drax; Michael Rooker als Yondu erwähnen. Natürlich dürfen Rocket und Baby Groot nicht in der Erwähnung fehlen. In ganzen wird man als Zuschauer super unterhalten. Der Film ist actionreich, lustig und nicht langweilig. Und das bei einer Laufzeit von 136 Minuten. So muss eine Fortsetzung sein.  Da freut man sich, wenn es wieder heißt: The Guardians will return!

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Fazit: Die Guardians of the Galaxy beweisen in Volume 2, dass diese sich im MCU nicht verstecken müssen. Die anderen Superhelden können sich warm anziehen.

Bewertung: 9,5 von 10 Punkten

Was sagst du dazu Groot??? – Dance, i am GROOOTTTT!!!

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Boston (2017) – Rezension von Dennis T.

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VÖ-Termin: Ab 07.09.2017 auf Blu-ray, DVD, UHD und als VoD

Boston, 15. April 2013 – Wie jedes Jahr zieht es tausende Läufer und Zuschauer aus aller Welt an die Strecke des beliebten Bostoner Marathons. Doch die Feierlichkeiten verstummen schlagartig, als zwei Sprengsätze an der Zielgeraden detonieren. Noch ist unklar, ob den Explosionen weitere folgen werden. Aber Police Sergeant Tommy Saunders (Mark Wahlberg) versucht einen klaren Kopf zu bewahren und die ersten Rettungseinsätze zu koordinieren – obwohl seine Frau Carol (Michelle Monaghan) beinahe selbst den Detonationen zum Opfer gefallen wäre. Für die Ermittler beginnt ein packender Wettlauf gegen die Zeit und eine der nervenaufreibendsten Großfahndungen in der Geschichte Amerikas nimmt seinen Lauf…

Mit „Boston“ versucht sich der weltweit gefeierte Regisseur Peter Berg (Lone Survivor, Deepwater Horizon) an ein Anschlagsdrama. Dieser zeigt viele verschiedene Szenen aus der Sicht der Protagonisten. Sei es von dem Ermittlerteam bis hin zu den Attentätern. Und siedelt in verschiedenen Film-Genres an. Sowas entpuppt sich für manche Regisseure schwierig…

Boston baut sich erstmal von der Geschwindigkeit langsam auf. Zeigt viele Ansichten, bis der Anschlag überhaupt ausgeübt wird. Das ist aber für den Zuschauer nicht weiter schlimm, sogar erstmal interessant und man erfährt mehr über die wahren Helden des Dramas! Es handelt sich natürlich um die schreckliche Tat von 2013, die Welt wurde erschüttert. Als der Anschlag in „Boston“ gezeigt wurde. Verletzte Menschen überall und die Flucht der Attentäter, saß sogar ich gebannt vor den Fernseher. Man kann sich einfach in diesen in vielen Sparten (Drama, Thriller, Historie) angesiedelten Film hineinversetzen. Bei 129 Minuten bekommt man viel geboten. Nur fehlte mir ein wenig die Charakterdichte. Es wurde halt viel angekratzt. Natürlich standen die Attentäter im Fokus, aber die Hintergrundgeschichte von Sgt. Tommy Saunders (Mark Wahlberg) ist schon sehr interessant. Aber das Drehbuch war interessant und gut gestaltet.

Schauspielerisch war es eine sehr gute Leistung von vielen tollen Schauspielern (Mark Wahlberg, John Goodman, Kevin Bacon, J.K. Simmons), die mich völlig in dramatischen Szenen überzeugten. Alle wurden sehr gut gecastet, sahen teils den echten Helden sehr ähnlich aus. Zu dem fand ich die Kamerafahrten im Found Footage-Stil sehr passend. Man denkt, es wäre live vor den Augen passiert. Zudem bekommt man aber auch tolle Luftshots und echte Szenen von dem Anschlag zu Gesicht. Nach Deepwater Horizon und jetzt nun Boston, wird Peter Berg, da bin ich mir sicher ein Top-Regisseur. Ich kann für jeden eine klare Empfehlung aussprechen!

Mir wurde für die Ansicht eine Blu-ray zur Verfügung gestellt. Diese verfügt über ein sehr gutes Bild mit schönen Kontrasten. Der Ton war klar und deutlich und hatte in den Anschlagsszenen einen tollen Bass. Als Extras gibt es Featurettes und Interviews.

Fazit:

Regisseur Peter Berg hat „Boston“ einfach toll umgesetzt. Es zeigt die wahre Geschichte, was die Menschheit noch nicht zu Gesicht bekommen hatte. Auch eine Huldigung an die Bostoner Helden!

 

Bewertung: 8,5 von 10 Punkten

Mit freundlicher Unterstützung von Studiocanal

 

Originaltitel: Boston

Genre: Thriller/Drama/Historienfilm

Produktion: USA 2016

Altersfreigabe: ab  Jahren – FSK

Laufzeit: 129min – Blu-ray

Regie:  Peter Berg

Schauspieler: Mark Wahlberg, John Goodman, Kevin Bacon, J.K. Simmons

Moonlight – Rezension von Dennis T.

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VÖ-Termin: ab 25.August.2017 Blu-ray und DVD

In drei Kapiteln wird das Leben des Afroamerikaners Chiron erzählt.

Chiron wächst in den Achtzigern in einer Gegend von Miami auf, die mit den berühmten Stränden von South Beach nicht viel gemein hat. Drogensucht und Gewalt bestimmen den Alltag und an der Schule wird Chiron aufgrund seiner schmächtigen Figur gemobbt. Ausgerechnet der kubanische Drogendealer Juan (Mahershala Ali), welcher auch seine Mutter versorgt, gibt ihm emotionalen Halt und somit die Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Das interessante Coming-Age Drama „Moonlight“ von Regisseur Barry Jenkins, hat dieses Jahr als Bester Film 2017 bei den Oscars abgeschnitten und weitere Preise eingeheimst. Zurecht?

Der Film zeigt in drei Kapiteln das Aufwachsen des Jungen Chiron bis zum Erwachsen werden. Man merkt als Zuschauer was die Umgebung eines Menschen ausmacht, wie man im Leben geprägt wird. Barry Jenkins spricht die Themen Mobbing, Homophobie und Drogenkonsum an. Gerade diese sind heutzutage immer noch leider Thema in der Welt! Vielleicht wurde deswegen „Moonlight“ – Bester Film 2017? Es ist auf jeden Fall ein unkonventionelles Drama, der mit einigen Längen zu kämpfen hat.

Durchaus aber interessant inszeniert und manches Mal von den Menschen geschockt. Dazu gibt es 80er Flair als Settings. Schauspielerisch geht es vor allem in Ordnung. Die 3-Kapitel Schauspieler von Chiron konnten überzeugen. Es dreht sich auch nur fast um ihn. Sonst wurde viele Nebendarsteller angeschnitten. Für mich leider nicht der beste Film des Jahres 2017, aber ich kann den trotzdem weiterempfehlen.

Zu der technischen Seite der Blu-Ray: Es gibt einen deutschen Ton in dts HD 5.1 MA/Englisch dts HD 5.1 MA. Dieser ist sehr gut umgesetzt und klar in der Aussprache. Das Bild ist im hellen und auch dunklen Bereich gestochen scharf. Das Bildseitenformat ist 2.35:1. Das Bonusmaterial enthält Audiokommentare, Eindrücke vom roten Teppich und ein Making Of

Fazit: Ein unkonventionelles Coming-Age-Drama, dass aber durchaus einmal angeschaut werden muss!

Bewertung: 6,5/10

Mit freundlicher Unterstützung von DCM

 

Originaltitel: Moonlight

Genre:  Drama

Produktion: USA 2016

Altersfreigabe: ab 12 Jahren – FSK

Laufzeit: BLU-RAY 111 MIN

Regie: Barry Jenkins

Schauspieler: Janelle Monáe, Naomie Harris, Mahershala Ali, André Holland